Biographie Irit Neidhardt
Irit Neidhardt (geb. 1969) ist in Deutschland und Israel aufgewachsen. Nach dem Studium der Islamwissenschaft, Ethnologie und Politikwissenschaft in Münster arbeitete sie zunächst in der kulturellen und politischen Erwachsenenbildung.
1995 war sie Mitbegründerin und bis 1999 Programmleiterin der Israelischen und Palästinensischen Filmtage Münster und von 1997 bis 1999 Leiterin des Erwachsenenbildungswerkes FORUM in Münster, das seinen Schwerpunkt auf politischer und kultureller Bildung sowie Sprachen hatte.
Seit 1999 arbeitet sie als freiberufliche Kuratorin und Referentin zum Bereich israelisches und palästinensisches Kino, der 2002 in die Gründung von mec film eingeflossen ist. mec film (middle eastern cinemas) eine Verleih-, Vertriebs- und Beratungsfirma für Filme aus dem Nahen Osten. mec film repräsentiert kurze, mittellange und abendfüllende Filme, die einen anderen Blick auf die Region ermöglichen, immer aus der Innenperspektive. Irit Neidhardt arbeitet derzeit als dramaturgische Beraterin mit Sayed Kashua (Tanzende Araber) an der Drehbuchadaption seines Romans „Da ward es Morgen“. Sie ist Koproduzentin des mehrfach ausgezeichneten jordanischen Dokumentarfilms „Recycle“ (2007) und des im Oktober 2008 fertig gestellten libanesischen Dokumentarfilms „The One Man Village“.
2004 wurde Irit Neidhardt für das Wachstumskonzept von mec film mit dem unternehmerinnen-brief NRW ausgezeichnet.
Neben ihrer Tätigkeit in der Filmbranche hat Irit Neidhardt 1997/8 ein Hebräisch-Curriculum für das Landesspracheninstitut NRW entwickelt und den ersten Kurs durchgeführt. Von 1999 bis 2000 hat sie in London gelebt, wo sie u.a. Hebräisch an der renommierten School for Oriental and African Studies (SOAS) der Universität London und am Morley College unterrichtet hat.
Irit Neidhardt ist Herausgeberin der Bücher „Wir sind die Guten. Antisemitismus in der radikalen Linken“ (zusammen mit Willi Bischof), Münster 2000 sowie „Mit dem Konflikt leben?! Berichte und Analysen von Linken aus Israel und Palästina“, Münster 2002, und zahlreicher Artikel zum Themengebiet Kino und Nahost. Eine vollständige Liste finden Sie hier.
Arbeitssprachen sind neben Deutsch Englisch und Hebräisch sowie zur Not Arabisch und Französisch.
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