2026


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Unregelmäßig Informationen über Veranstaltungen in Berlin erhalten.


(Grafik: CineConnect)

Stadtrundgang
Babylon Berlin. Atlas des arabischen Filmwesens im Berlin des frühen 20. Jahrhunderts.
am 15.3.2026 um 10.00h am Hegelplatz (Dorotheenstraße) Berlin Mitte. Im Rahmen von CineConnect
An der Kreuzung von Unter den Linden und Friedrichstraße sowie in der Filmstadt am südlichen Ende der Friedrichstraße fanden in der Filmbranche  von den 1910er bis in die 1930er Jahre zahlreiche arabisch-deutsche Begegnungen statt. Der Stadtrundgang führt uns in dieses „tropische Deutschland“ (Zafer Şenocak), eine Gesellschaft, wie „eine chaotische, ungegliederte Masse, auf eine bunteste Weise belebt, die jedes Gefühl von Regel und gleichmäßiger Wiederholung ausschließt“ (Elias Canetti), und die Parallelen zur Gegenwart offenbart.
Dauer: ca. 2 Stunden
Treffpunkt: Hegelplatz an der Dorotheenstraße in Berlin-Mitte, nahe dem U-Bahnhof Friedrichstraße. Endpunkt: Theodor-Wolff-Park im südlichen Teil der Friedrichstraße, nahe dem U-Bahnhof Hallesches Tor.


Filmgespräch
Filmabend DER TRAUM (M.Malas)
Donnerstag, 5.3.2026 um 19.00h im Fliesenschön Gera
Im Rahmenprogramm der Ausstellung Visit N36° / E36° Provisorien auf Dauer gestellt des Fotografen Alexander Fichtner
Für seinen Film Der Traum befragte Mohamad Malas 1981 palästinensische Flüchtlinge in den 1948 errichteten Lagern in und um Beirut zu ihren Träumen. Für den Film wählte er vor allem die Albträume aus, die die Flüchtlinge von arabischen Politikern hatten, eine bis heute einmalige Perspektive auf die Auseinandersetzung mit Palästina und seine Flüchtlinge. weiter


Vortrag
Vom Heiligen Land zum Terra Nullius
Vortrag von irit Neidhardt gefolgt von einem Filmscreening
22. Februar 2026, 19.00-23.00, im Spore, Hermannstraße 86, 12051 Berlin, im Programm der Palinale
In diesem Vortrag wird die Tradition der westlichen politischen visuellen Darstellung des „Heiligen Lands“ beleuchtet, die häufig fälschlicherweise mit Palästina in Verbindung gebracht wird. Der Vortrag zeichnet darüber hinaus auch die Geschichte Gazas nach. Im Hinblick auf die Politik der Darstellung beginnt er mit der frühen Fotografie und untersucht, wer was und für wen fotografiert hat. Der Vortrag befasst sich mit dem anhaltenden Einfluss der in Europa bekannten religiösen Fotografie Palästinas. Welche Rolle spielte Gaza in diesem Zusammenhang? Wie sieht die Geschichte der Stadt aus? Wird sie innerhalb des oben genannten politischen Rahmens als Teil Palästinas wahrgenommen? Irit Neidhardt beschreibt die Entwicklung von der Zeit vor der Gründung Israels bis hin zur Gegenwart.

Filmscreening: One More Show, 2025 (deutsche Premiere)
Von Ahmed Al Danaf und Mai Saad (Ägypten and Palästina), 72 Minuten, Arabisch mit englischen Untertiteln
Mit anschließender Q&A-Runde mit Co-Regisseurin Mai Saad


Podium
Alternative Finanzierungsformen, Produktion und Vertrieb von palästinensischen Filmen
Mittwoch, 18. Februar 2026, 16:30 bis 18:30 Uhr, BAVUL, Annenstraße 13, 10179 Berlin, im Programm der Palinale
Auf dem Podium: May Odeh, Palestine Film Institute | Hanna Atallah, Film Lab Palestine | Netzwerk arabischer Arthouse-Kinos NAAS | Cinzia Massaro, Nazra Palestine Short Film Festival | Alison Sterling, Bristol Palestine Film Festival | Irit Neidhardt, mec film | Fida Al Jounaidi, Festival Ciné Palestine | Munir Atalla, Watermelon Pictures
Moderation: Fadi AbuNe'meh


Moderation
Workshop: Mediendarstellung des Nahostkonflikts
14. Februar 2026 – 10-14 Uhr, Sinema Transtopia, Lindower Str. 20/22/Haus C, 13347 Berlin, im Programm der Woche der Kritik
Im Rahmen unseres Themenschwerpunkts „Widersprechen, wieder sprechen – Grenzen und Potenziale von Streitkultur“ zeigen wir am 13. Februar um 20 Uhr in unserem Filmprogramm im Hackesche Höfe Kino den Essayfilm ISRAEL PALESTINE ON SWEDISH TV 1958-1989 von Göran Hugo Olsson. Ergänzend zur Vorführung und anknüpfend an die Thematik des Films bieten wir am 14. Februar einen Workshop zur medialen Repräsentation des Nahostkonflikts an. Den Film zu kennen ist keine Voraussetzung für die Teilnahme am Workshop, wir bieten aber allen Teilnehmer*innen des Workshops auch einen Gästelistenplatz für das Screening am 13.2. an.
Der Workshop wird einerseits Gelegenheit für ein vertieftes Gespräch zur Archivarbeit des Regisseurs und seines Teams bieten, andererseits wollen wir die Fragen des Films auf die aktuelle Berichterstattung und die deutsche Medienlandschaft übertragen. Die Workshop-Teilnehmer*innen analysieren und diskutieren die Inhalte und ästhetischen Eigenheiten jüngerer TV-Berichte zum Nahostkonflikt. Im Rahmen des Workshops findet ein moderiertes Gespräch mit Göran Hugo Olsson und dem Fernsehproduzent Lars Säfström (SVT) statt, zudem wird es Impulsvorträge von Expert*innen zu Entwicklungen der Berichterstattung sowie zur journalistischen Praxis geben.
Gäste: Göran Hugo Olsson, Lars Säfström, Daniel Bax | Moderation: Irit Neidhardt


(Video: Youtube Kanal der Woche der Kritk)

Moderation
Israel Palestine on Swedish TV 1958–1989 (Israel Palestina på Svensk TV 1958-1989)
R: Göran Hugo Olsson, SE 2024, 206 Min., schwedische OmeU
Freitag, 13.2.2026 um 20.00h im Hackische Höfe Kino, Berlin, im Programm der Woche der Kritik
„Archivmaterial erzählt uns nicht unbedingt, was tatsächlich passiert ist. Aber viel darüber, wie es erzählt wurde.“ Auf diesen Text lässt Göran Hugo Olsson eine monumentale und gleichermaßen bedachte Archivmontage folgen: Beiträge aus 30 Jahren Berichterstattung zur Eskalation des Nahostkonflikts, dem Archiv des öffentlich-rechtlichen Fernsehens in Schweden entnommen. Über fünf Jahre hinweg bearbeiteten Olsson und sein Team 1000 Stunden Material. Das Ergebnis verdichtet politische Fragen und schärft den Blick für das Komplizierte und Widersprüchliche. Im Kino erscheinen die analogen Filmaufnahmen und die Analysen und Interviews aus der Fernsehgeschichte wie unter einer Lupe. Ein Found-Footage-Film, in dem Geschichte und Gegenwart ineinanderfließen, gleichermaßen Diskursbeitrag wie Protokoll.
Im Anschluß Irit Neidhardt im Gespräch mit Göran Hugo Olsson


(Grafik: Veranstalterinnen)

Filmgespräch
From Ground Zero. The Untold Stories from Gaza
Sonntag, 1.2.2026, Pilkentafel, Flensburg
Die Kurzfilmkollektion mit 22 Filmen aus Gaza zeigen Flensburger Studierende am 1. Februar in Kooperation mit filmkorte e.V. in der Pilkentafel. Der Eintritt ist frei.
Zwischen Trümmern und Zeltstädten, dem Meer und dem Himmel erzählen 22 Filmemacher·innen aus Gaza von ihrem Alltag inmitten der systematischen und gezielten Ermordung und Vertreibung von Palästinenser·innen. Gedreht zwischen Dezember 2023 und März 2024 fangen die drei- bis sechsminütigen Filme individuelle Perspektiven auf die Realität in Gaza ein. Von Dokumentar- über Spielfilm, Animationen bis hin zu experimentellen Formen bringen die Filme Geschichten von Trauer, Überlebenswillen, Freude und Hoffnung auf die Leinwand, die sonst oft unerzählt bleiben. Initiiert wurde die Kollektion FROM GROUND ZERO vom palästinensischen Filmemacher Rashid Masharawi, aus der wir bereits beim Kurzfilmstreifzug 2025 einen Film in St. Marien gezeigt haben.ine Veranstaltung von Studierenden der Europa-Universität und der Hochschule Flensburg in Kooperation mit filmkorte e.V.
Im Anschluss an den Film wird es ein moderiertes Gespräch mit Irit Neidhardt und Rahaf Shamaly geben.
Irit Neidhardt ist Filmpublizistin und betreibt mec film, einen Weltvertrieb für Filme arabischer Regisseur·innen, in dessen Katalog auch From Ground Zero gehört.
Rahaf Shamaly ist Sängerin der Sol Band aus Gaza und ist mit ihrer Band in dem Film No (Regie: Hana Awad) der Kollektion zu sehen.


Moderation
En équilibre instable
24.1.2026, 14:15h, Palace, Solothurn, im Rahmen des Rencontres auf den Solothurner Filmtage
«Venues d'ailleurs»: Der Pariser Radiosender «Radio Beur» leistet in den 1980er Jahren, zusammen mit dem Frauenverband «Les Yeux Ouverts» (Die offenen Augen) Pionierarbeit. In der Sendung «Beur et féminin» erhalten junge Frauen mit arabischem und subsaharischem Hintergrund eine Stimme. Sie stellen die Autorität ihrer Ehemänner in Frage, sprechen offen über ihre Beziehungen und das, was sie als familiäre Diktatur empfinden. In diesem Konstrukt haben manchmal auch ihre eigenen Mütter eine zweifelhafte Rolle, wenn sie auf Kosten ihrer Töchter die Unterdrückung fördern, der sie selbst ausgesetzt waren. Den Film – ein erstaunliches Zeitdokument – realisierte Edna Politi für das französische Erziehungsdepartement.
«Venues d'ailleurs» wird als integraler Bestandteil eines kombinierten Programms aus Film und Gespräch gezeigt. In dieser Veranstaltung mit dem Titel «En équilibre instable» kann das Publikum den Ehrengast der 61. Solothurner Filmtage, Edna Politi, vertieft kennenlernen. Das Gespräch wird von der Filmkuratorin und Spezialistin für arabisches Kino, Irit Neidhardt (Berlin), moderiert. Simultanübersetzung auf französisch und deutsch. (Gespräch ca. 60', Film 26'; Gesamtdauer ca. 90')